Ralph Roese 

 (1900 - 1950)
 

Karriere von Ralph Roese

Ralph Roese begann seine Rennfahrerkarriere mit 21 Jahren als Motorradrennfahrer auf  einer geliehenen NSU um dann auf Imperia und wenig später auf BMW Motorrädern in der Hubraumklasse bis 1000 ccm. Bis 1935 fuhr er in der grössten Motorradklasse unzählige Siege und 2 Deutsche Meisterschaften ein (1931 und 1932). Ab 1934 fuhr Ralph Roese als Werksfahrer für BMW, im NSKK-Team auf BMW und als Privatfahrer auf BMW und Veritas bei allen großen Rennveranstaltungen in Deutschland und Europa: 

 Als der BMW 315/1 1934 sein Debüt gab, stieg Ralph Roese als Privatfahrer und BMW-Werksfahrer auf den Rennwagensport um. 1934 und 1935 nahm er jedoch auch noch weiterhin an diversen Motorradrennen teil.

In der 1500 ccm Sportwagenklasse war er schon bald der schnellste Fahrer. Sein nahezu unschlagbarer Leichtbau-Spezial auf Basis des BMW 315/1 verhalf ihm 1939 zum Titel des Deutschen Meisters in dieser Klasse mit nicht weniger als einem Dutzend Siege. Auf seinem ebenfalls sehr schnellen BMW 328 startete Ralph Roese ab 1937 zusätzlich als Privatfahrer vorzugsweise bei Langstreckenrennen.

Ralph Roese war einer der erfolgreichsten BMW Werksfahrer dieser Zeit. Während seiner Rennfahrerkarriere trug Ralph Roese mit seinem Enthusiasmus, seinem fahrerischen Können und seinem technischen Wissen erheblich dazu bei, daß BMW große Erfolge dauerhaft feiern konnte. Durch seinen ausserordentlichen Teamgeist und Dank seiner konstant hervorragenden Leistungen errang BMW viele Siege in verschiedenen Gesamtklassements.

Durch seine überragenden Leistungen beim Grand Prix von Antwerpen und im Grenzpreis von Chimay (Frontieres) 1938, jeweils Platz 1, wurde das NSKK auf Ralph Roese aufmerksam und nahm ihn als Stammfahrer mit ins Team. 

Ralph  Roese  besaß im Laufe seiner Rennfahrerkarriere ein Motorrad BMW R 32,  eine BMW R 57/63, einen Sportwagen BMW 315/1, einen Rennwagen BMW 315/1 Spezial, (getuned bei Müller/Düsseldorf),  zwei BMW Sportwagen vom Typ 328, von dem ein Fahrzeug ebenfalls bei Phillip Müller in Düsseldorf getuned wurde. Nach dem 2. Weltkrieg kaufte Ralph Roese 1947 einen Veritas RS/BMW 2,0 Liter. 

Nach dem tragischen Tod von Ralph Roese wurde der BMW 315/1 Spezial von seinem Neffen Hans Roese aus Mettmann 1952 in einigen nationalen Rennen  gefahren.  Der Veritas RS/BMW 2,0 Liter von Ralph Roese wurde von 1950 bis 1952 von Josef Peters aus Düsseldorf mit einigem Erfolg in nationalen Sportwagenrennen in der 2-Liter Sportwagenklasse gefahren. 1951 wurde Josef Peters mit diesem Fahrzeug 5. in der Meisterschaft und 1952  8. in der Deutschen Sportwagen Meisterschaft.

Der BMW 328 mit der Chassisnummer 85018 existiert heute noch in Privatbesitz in  England.                                            Der Veritas RS 2.0 Liter mit der Chassisnummer 5036 den Ralph Roese 1947 kaufte existiert ebenfalls noch und wurde nach aufwendiger Restauration in den USA angeboten. Allerdings wurde dem Veritas RS  eine knallgelbe Lackierung aufgetragen. Mittlerweile ist das  Rennfahrzeug von Ralph Roese wieder zurück nach Deutschland gekommen und sein neuer Besitzer stellt weitgehend den Originalzustand wieder her und die gelbe Lackierung wird entfernt.             

Der Verbleib der weiteren Fahrzeuge ist noch in der Recherche. Leider existiert die BMW Niederlassung Philipp Müller in Düsseldorf nicht mehr, dort könnten  ehemalige Mitarbeiter oder deren Nachkommen wertvolle Informationen liefern, die selbstverständlich auf Wunsch diskret behandelt werden. 


                                                               Siegerpokal Anvers 1938                                  Königspokal Anvers 1938